Liste alle kritischen Annahmen auf, bewerte sie grob mit RICE oder ICE, und wähle jene, deren Widerlegung dein Vorhaben sofort kippen würde. Formuliere eine eindeutige Falsifikationsgrenze, definiere Dauer und Kostenlimit, und verpflichte dich, das Ergebnis ohne Schönfärberei zu akzeptieren.
Lege vorab klare Schwellen fest, zum Beispiel zehn Prozent Klickrate auf den Handlungsaufruf, fünf bezahlte Vorbestellungen oder drei ernsthafte Kalenderbuchungen. Schätze die nötige Stichprobe pragmatisch, dokumentiere Annahmen, und bestimme, wann du das Experiment stoppst, wiederholst oder mit leicht veränderter Variante fortsetzt.
Finde passende Menschen dort, wo sie schon sind: Nischen‑Foren, offene Slack‑Communities, LinkedIn‑Suche, lokale Meetups, kurze Website‑Intercepts. Biete klaren Nutzen für ihre Zeit, etwa eine verdichtete Zusammenfassung der Erkenntnisse, und terminiert kurze, respektvolle Gespräche, die auf Verhalten statt auf Meinungen abzielen.
Formuliere Fragen, die Geschichten öffnen: Erzähle mir von deinem letzten Versuch…, Warum war das schwierig…, Was hast du danach konkret getan. Vermeide Hypothesen‑Bestätigung, schweige länger, und frag fünfmal warum. So entstehen Belege aus gelebter Praxis statt höflicher Zustimmung oder vorsichtiger Spekulation.
Transkribiere kurz, extrahiere prägnante Zitate, cluster ähnliche Aussagen, und markiere wiederkehrende Auslöser, Workarounds sowie Kaufmomente. Notiere Widersprüche ausdrücklich. Entscheide auf Basis der stärksten Belege, nicht der lautesten Meinung, und dokumentiere nächste Experimente mitsamt Erwartungen, Erfolgsschwellen und geplanten Zeitboxen.
Formuliere in einem Satz, für wen du welches Problem in welcher Situation löst und in welchem messbaren Ergebnis sich der Nutzen zeigt. Entferne schmückende Adjektive, zeige ein glaubwürdiges Vorher‑Nachher, und wiederhole die Kernaussage auf Button, Hero, FAQ und Kalender, damit nichts verwässert.
Starte mit gezielten, sehr kleinen Budgets auf Suchanzeigen rund um akute Probleme, greife auf Partnerschaften in Nischen‑Newslettern zurück, und platziere eine persönliche Einladung in relevanten Communities. Verfolge jeden Klick mit UTM‑Parametern, prüfe Qualitätsindikatoren, und stoppe Quellen, die Interesse versprechen, aber keine Entscheidungen erzeugen.
Nutze Tabellen, Templates und Copy‑Paste, um scheinbar automatische Ergebnisse zu erzeugen, während du in Wirklichkeit jede Annahme beobachtest. Teile Zwischenergebnisse transparent, frage nach Nutzenmomenten, und dokumentiere, was Kunden tatsächlich verwenden, nicht, was sie im Voraus erwarten oder höflich erhoffen würden.
Stecke feste Zeitfenster, etwa fünf Tage, und benenne genau, was du lernen willst: Zahlungsbereitschaft, Integrationshürden, Onboarding‑Fragen. Halte dich strikt daran, um nicht in Dienstleistung abzugleiten. Teile Ergebnisse öffentlich, lade Leser ein, Rückfragen zu stellen, und eröffne eine Warteliste für die nächste Runde.
Schicke kurze Fortschritts‑Updates, bitte um Beispiele echter Dateien oder Prozesse, und frage aktiv nach Weiterempfehlungen. So lernst du schneller und baust Vertrauen auf. Bedanke dich mit kleinen Vergünstigungen oder Credits, und lade zum Newsletter ein, der neue Experimente und ihre Ergebnisse verständlich zusammenfasst.